Geschichte der Tour

Franz-Josef Bermann

Ich bin 60 Jahre alt und vom Radfahren begeistert. Mein erstes Rennrad habe ich mir 1966 für 300 DM gekauft. Es war ein Motebecane mit dem Jacques Anquetil 1964 die Tour de France gewann. Übers Wochenende fuhr ich damit von Trier nach Hause, um die Bahnkarte einzusparen und das Geld wieder zusammen zu bekommen. Die Begeisterung blieb bis heute.

Vor etwa 8 Jahren hatte ich eine Weltklasseschwimmerin als Kollegin. Wir hatten gewettet, dass sie es nicht schafft mit dem Fahrrad von Saarbrücken nach Metz zu fahren. Hin und zurück waren dies 180 Km. Wir waren zu fünft. Ohne große Vorbereitung haben wir die Strecke mit viel Mühe bewältigt. Wir waren jedoch von der Tour so begeistert, dass wir beschlossen, im nächsten Jahr nochmals zu fahren.

Da noch zwei Mitfahrer dazukamen, waren wir schon sieben. Einer davon war Franz-Josef Sutor, ein begeisterter Hobbyimker. Er erzählte uns, dass er in Wangenbourg in den Vogesen einen Wohnwagen stehen hat. Weil er seine Bienenstöcke dort am Waldrand unterbringt und deshalb öfters in die Vogesen muß, machte er uns den Vorschlag in Wangenburg in seinem Wohnwagen zu übernachten. Gesagt getan. Die Strecke wurde von mir rausgesucht über den Col Donon, was für uns damals eine ganz besondere Herausforderung war. Eine Woche vorher habe ich schon das Gepäck, die Zelte und das Essen runter gebracht.
Damit war die erste Vogesentour “Tour de Franz” ins Leben gerufen.

Mittlerweile fahren wir zum 7. Mal in die Vogesen. Die Teilnehmerzahl stieg von Jahr zu Jahr auf mittlerweile 42 Radler im Jahr 2009.

Franz-Josef Bermann

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